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May/11

30

Jahr der Eurokrise

Das Jahr 2010 ist auch das Jahr der schwersten Währungskrise des Euro. Angesichts jahre- und jahrzehntelangen Schuldenmachens im großen Stil sahen sich eine Reihe von Euro-Staaten in diesem Jahr kurz vor dem Staatsbankrott. Besonders betroffen von diesem Szenario waren Griechenland, Irland, Spanien, Portugal und Italien.

Um diesen Ländern dabei zu helfen, neue Kredite für ihre Schulden am Kapitalmarkt zu bekommen, entschlossen sich die übrigen Mitgliedsstaaten der Euro-Zone, Bürgschaften unter bestimmten Bedingungen zu vergeben. So stimmte der Deutsche Bundestag im Mai 2010 für eine Bürgschaft von über 123 Milliarden Euro für hochverschuldete Euro-Länder.

Trotz der Schuldenkrise besteht zwischen den führenden Ländern der Euro-Zone keine einheitliche Auffassung über die Zukunft der europäischen Währungsunion. So favorisieren die kleinen Staaten und die Staaten mit der größten Verschuldung eine Erweiterung der EU zu einer Transferunion, die letztlich auf eine Relativierung der einzelnen Nationalhaushalte hinausläuft. Die wirtschaftlich etwas besser darstehenden Länder hingegen möchten dies verhindern und plädieren stattdessen für ein geordnetes Insolvenzverfahren für notorische Schuldenmacher. So soll auch verhindert werden, dass die nationalen Parlamente ihr Haushaltsbewillgungsrecht als zentrales Parlamentsrecht verlieren..

Für das Jahr 2011 bleibt abzuwarten, auf welche Regelung sich die Länder der Euro-Zone bezüglich chronisch verschuldeter Euro-Staaten einigen werden, wobei es angesichts der Dringlichkeit des Problems davon ausgegangen werden kann, dass eine Lösung gefunden werden muss.

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